Abofallen - wie soll man sich verhalten?

In letzter Zeit hufen sich bei OnlineAbzocke.de die Leserzuschriften zum Thema Abofallen, wie z.B.

und viele weitere mehr.

Was sind Abofallen?

Bei der typischen Abofalle wird eine zumeist berall im Internet kostenlos erhltliche Leistung als Abo verkauft, oft unter verschleierung der tatschlichen Kosten durch psychologische Tricks oder vollstndiges Verschweigen.

Hat man sich erst einmal auf einer solchen Seite registriert, flattert bald die Rechnung ins Haus. Fast alle diese Angebote haben gemeinsam, dass ein oder gar zwei Jahresbeitrge im Voraus fllig werden.

Zahlt man nicht, wird man teils mit abstrusen bis illegalen Drohungen dazu motiviert, die Rechnung doch noch zu begleichen - leider knicken hier viele Opfer ein und bezahlen, statt sich zu wehren.

Verhaltensregeln bei der Abo-Abzocke

Wie sollten Sie sich verhalten? Dazu mssen Sie wissen, dass viele Menschen einfach aus Angst und Unwissenheit bezahlen - wenn Sie sich wehren, sind Sie fr den Abzocker in der Regel nicht interessant und werden in Ruhe gelasen. Normalerweise ist die Sache nach einer Anfechtung erledigt, wir mchten hier trotzdem die weiteren Schritte vorstellen, damit Sie fr eine eventuelle Auseinandersetzung mit dem Anbieter gerstet sind.

Schritt Eins

Wenn Sie unbewusst in eine solche Abofalle getappt sind und eine Rechnung erhalten haben, sollten Sie den geschlossenen Vertrag auf jeden Fall wegen arglistiger Tuschung anfechten. Dies geht formlos, jedoch sollten Sie fr eine eventuelle Gerichtsverhandlung die Anfechtung per Telefax oder Einschreiben/Rckschein an den Anbieter senden. Schreiben Sie, dass Sie den Vertrag wegen arglistiger Tuschung anfechten, da Sie ber die Kosten der blicherweise kostenlosen Leistung und den Abschluss eines Abos, sowie ber Ihr Widerrufsrecht nicht informiert wurden.

Gute Musterbriefe fr Ihren Widerspruch hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz verffentlicht:

Schritt Zwei

Nachdem Sie den Vertrag wirksam angefochten haben, knnen Sie alle weiteren Drohbriefe seitens des Anbieters ignorieren. WIr empfehlen die Briefe dennoch abzuheften. Reagieren mssen Sie erst, falls Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid zu der Sache erhalten.

Dem gerichtlichen Mahnbescheid mssen Sie mglichst sofort (sptestens innerhalb von zwei Wochen) widersprechen. Dazu reicht es den beigefgten Widerspruchs-Vordruck auszufllen (Widerspruch der Gesamtforderung) und an das Mahngericht zurckzusenden. Schicken Sie ihren Widerspruch auf jeden Fall per Einschreiben/Rckschein und bewahren Sie den Beleg gut auf.

In der Regel hat sich sptestens jetzt die Sache erledigt, denn nun msste der Anbieter gegen Sie klagen, was er angesichts des hohen Risikos nicht tun wird.

Schritt Drei

Nur fr den hchst unwarscheinlichen Fall, dass doch gegen Sie geklagt wird, sollten Sie auf jeden Fall zu einem fachkundigen Anwalt gehen! Sie knnen sich vor Gericht zwar selbst vertreten, jedoch besteht dann die Gefahr, dass Sie rein durch Fristversumnis oder Formfehler den Prozess verlieren - dann wird es richtig teuer. Nehmen Sie also einen Anwalt, dann haben Sie gute Chancen.

Keine Angst

Sollten Sie aufgrund des skizzierten Ablaufs Sorgen oder ngste plagen, knnen wir Sie beruhigen - zu Schritt Drei ist es unseres Wissens bei den blichen Abofallen noch nie gekommen, denn die Anbieter wissen ganz genau, dass sie am Rande der Legalitt agieren und vermeiden eine Gerichtsverhandlung daher.

Ganz offen gesagt ist es fr die Abzocker einfach lukrativer neue "Kunden" zu finden, die aus Angst oder Unwissenheit zahlen, als sich mit Ihnen vor Gericht zu streiten.

Geben Sie diese Information (oder gleich die Adresse OnlineAbzocke.de) an Ihre Freunde, Bekannte und Familienmitglieder weiter, denn wer informiert ist, fllt nicht so schnell auf diese blen Abofallen herein!